queerblick-SOS: Wir sind für dich da!

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queerblick-SOS ist unser Videoberatungsprojekt auf YouTube. Hier engagieren sich junge Schwule, Lesben, Bisexuelle und Trans*-Personen für queere Jugendliche. Sie geben ihnen Antworten zu allen Fragen rund um Coming-out, Liebe und Sexualität. Das tun sie öffentlich via YouTube. Dadurch kann eine Antwort vielen Jugendlichen helfen, die vor einer ähnlichen Herausforderung stehen. Wenn du eine Frage hast, dann kannst du sie uns via Facebook oder YouTube zusenden sowie über unser Kontaktformular hier auf unserer Homepage. Und vielleicht antwortet dir dann  jemand von unseren Berater*innen im Video. Deinen Namen veröffentlichen wir natürlich nicht.

Berater*innen:

Foto: Christopher Grigat

Daniela (Jhg. 1995, bisexuell)
Coming-out: Bei allen engen Freunden und der Mutter. Meine entfernteren Verwandten und Freunde wissen es nicht alle! Ich habe mich vor 4 Jahren circa geoutet, als ich meine erste feste Freundin hatte.

Ich mache mit, weil ich Leuten zeigen möchte, dass das Outing nichts verändern muss. Mein Outing bei Freunden wurde ausnahmslos gut aufgefasst und ich hatte nie Probleme hierbei. Es gibt keine Freunde oder Freundinnen, die deshalb anders mit mir umgehen. Sie behandeln mich genauso wie vorher – und das ist gut so! Es ist wichtig zu merken, dass das Outing Freundschaften nicht im Geringsten ändern muss.

Foto: Christopher Grigat

Dennis K. (Jhg. 1993, schwul)
Coming-out: Keine Probleme bei meinem Outing, das ich im Jahr 2012 hatte.

Ich mache mit, weil ich gelernt habe, dass man Menschen nur vor den Kopf gucken kann und nicht immer davon ausgehen kann, dass alles in Ordnung bei ihnen ist, nur weil die Person lächelt. Ich nehme an diesem Projekt teil, damit andere Leute einen Ansprechpartner haben und um zu zeigen, dass es für jedes Problem eine Lösung gibt.


Dominik (Jhg. 1993, schwul)
Coming-out: Eigentlich überall und seit ich 15 Jahre alt bin.

Ich mache mit, weil ich selber das Gefühl kenne, alleine mit meinen Sorgen und Gefühlen zu sein. Zum Glück bin ich in einem liebevollen und toleranten Umfeld aufgewachsen, welches immer für mich da ist und hinter mir steht – ein Glück das nicht jeder hat. Deshalb möchte ich den jungen Menschen da draußen, die sich nicht so glücklich schätzen können, dass Gefühl geben, eben nicht alleine zu sein. Jeder von uns ist einzigartig und anders als die anderen, doch sind wir alle Menschen mit Bedürfnissen, Ängsten und Gefühlen – das vereint uns!

Foto: Christopher Grigat

Michelle (Jhg. 1993, trans*)
Coming-out: 2011 bei einer Schulsozialarbeiterin, 2012/2013 bei engen Freunden. Seit 2013 bei der Familie und seit Januar 2015 überall.

Ich mache mit, weil ich anderen Menschen die Ängste, die ich selbst hatte, nehmen, ihnen Mut machen und mit Rat und Erfahrungen zur Seite stehen möchte. Ich möchte helfen, gesellschaftliche Tabus zu brechen und zu mehr Toleranz in der Öffentlichkeit zu verhelfen – denn Sexualität und freie Selbstdefinition sind noch lange keine Selbstverständlichkeit.

Foto: Christopher Grigat

Sophie (Jhg. 1993, lesbisch)
Coming-out: Bei Familie und Freunden seit 2007 geoutet.

Ich mache mit, weil es noch kein vergleichbares Format gibt und ich denke, dass man anderen damit helfen kann. Außerdem hätte ich damals auch gerne so etwas bei meinem Outing als Unterstützung gehabt. Das Beste ist jedoch: Es macht verdammt viel Spaß!

Beraterin Izzy, Foto: Falk Steinborn

Izzy (Jhg. 1997, lesbisch)
Coming-out: Mein Outing war spektakulär. Ich habe mich vor fast 3 Jahren auf meinem Abschlussball geoutet. Es gab damals viele Menschen, die es als Angriffsfläche genutzt haben. Jetzt wohne ich 100 km weit weg und bekomme nichts mehr von meinen damaligen Anfeindungen mit. Ich bin heute bei allen geoutet.

Ich mache mit, weil ich es wichtig finde, dass Jugendlichen eine Antwort auf ihre Fragen bekommen. Bei Beginn meinen Outings hatte ich selbst viele Fragen und hätte mir so eine Plattform gewünscht. Ich würde mir zwar wünschen das Outing kein Thema mehr wäre und niemand mehr Angst davor haben müsste, aber dies wird seine Zeit noch brauchen. Zudem bin ich interessiert mit Medien zuarbeiten und dies ist eine tolle Erfahrung.

Berater Tristan, Foto: Falk Steinborn

Tristan (Jhg. 1994, bisexuell)
Coming-out: Ja, wenn auch relativ spät. Als Erstes habe ich es meiner besten Freundin und Freund erzählt, die haben die ganze Geschichte von Anfang an mitbekommen und standen immer voll hinter mir. Dann anderen Freunden. Das war einfach. Bei der Familie habe ich mich bisher nicht geoutet, da es auch noch kein Thema war. Ich möchte eh mein eigenes Ding machen!

Ich mache mit, weil Engagement für mich einen hohen Stellenwert hat. Es wirkt sich positiv auf die Lebensumstände anderer aus. Ein wesentliches Ziel hier ist es, offene Kommunikation und transparentes Handeln und den Dialog zwischen Menschen zu fördern.

Produktion & Support

Foto: Christopher Grigat

Dennis B. (Jhg. 1993, bisexuell)
Coming-out: Seit Februar 2015 bei Freunden, seit März 2015 bei Familie als bisexuell geoutet.

Ich mache mit, weil ich glaube, dass unsere Gesellschaft noch nicht so frei von Tabus ist, wie sie sich häufig gibt. Viele Menschen geben sich nach außen hin tolerant und haben eigentlich doch Probleme mit anderen Lebensweisen. Ich glaube, dass dieses Projekt zur Aufklärung und Sensibilisierung beitragen kann. Außerdem erhoffe ich mir praktische Erfahrungen in der Medienbearbeitung.


Projektleitung

Foto: Christopher Grigat

Falk (Jhg. 1987, schwul)
Coming-out: Mit 13 bei Freunden, mit 18 bei Oma, mit 21 beim Rest der Familie.

Ich mache mit, weil ich die Idee zu queerblick-SOS hatte.  Als Gründer von queerblick ist es mir wichtig, Angebote zu etablieren, die vielen Jugendlichen helfen und auf der Höhe der Zeit und Technik sind. Die Videoberatung ist für mich eine Herzenssache.

queerblick-SOS wird gefördert von der Bundesstiftung Magnus-Hirschfeld.

Fotos: Christopher Grigat